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Lyrik

WIGWAM 2011

WAS LOS IST

In Erwägung, dass die Politiker unseres Landes
nicht willens und oder nicht in der Lage sind,
die Versorgungs- und Verteilungsprobleme der
älter werdenden Generation befriedigend zu
lösen, denken wir neu nach, was für unser
Überleben wichtig ist.

In Erwägung, dass die Konzepte der großen
Parteien einen Wohlstand voraussetzen,
der für immer mehr Personen immer seltener
passt, suchen wir neue Formen des
solidarischen Ausgleichs.

In Erwägung, dass die herkömmliche Form der
traditionellen Kleinfamilie für immer weniger
Personen Sicherheit bietet, beginnen wir mit der
Umsetzung wirtschaftlicher und sozialer
Alternativen in befriedigendere Wirklichkeiten.

In Erwägung, dass hinter jedem Singlehaushalt
ein Mensch steht, dessen unbefriedigte
Bedürfnisse mit zunehmendem Alter steigen,
üben wir uns in der Transparenz unserer
Bedürfnisse, der gewaltfreien Kommunikation
und des lösungsorientierten Umgangs
miteinander.

In Erwägung, dass friedliches Zusammenleben
Freiheit voraussetzt, die erst an der Freiheit
des anderen endet, wenden wir uns an
freiheitsliebende Menschen unabhängig von
Alter, Herkunft, Glaubensrichtung und sexueller
Orientierung.

In Erwägung, dass nur Vielfalt nachhaltig
befriedigendes Überleben sichert, suchen wir
Kooperationspartner, mit denen wir solidarische
Wirtschaftsformen aufbauen.

In Erwägung, dass wir lokal, regional und von der
Zusammensetzung her unterschiedliche
Bedürfnisse haben, organisieren wir uns in
einem Netzwerk befreundeter Nachbarschaften.

In Erwägung, dass wir nicht wissen,
wann es uns von dieser Erde rafft,
haben wir beschlossen das zu leben,
was schon jetzt Genießen schafft.

Heinrich Haußmann